KURSPROGRAMM 23.7. - 6.8.2017


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Ausgebucht!
Malerei

Berlin

Sid Gastl

Die Welt im Kopf
Thema des Kurses ist gegenständliche Malerei mit Schwerpunkt auf Sujets wie Landschaft, Stadtlandschaft, Architektur, Interieurs, Stilleben oder figurativen Entwürfen. Ziel ist jedoch

Die Welt im Kopf
Thema des Kurses ist gegenständliche Malerei mit Schwerpunkt auf Sujets wie Landschaft, Stadtlandschaft, Architektur, Interieurs, Stilleben oder figurativen Entwürfen. Ziel ist jedoch nicht eine fotorealistische Darstellung der Umwelt, sondern die Entwicklung eines Bildes. Das heißt, es geht um die Komposition eines Gemäldes, das eine Verdichtung der Wirklichkeit anstrebt – das zugleich innerliche wie auch äußerliche Qualitäten aufweist. Ein Bild, das mit der Wirklichkeit der äußeren Erscheinungen ebenso zu tun hat wie mit der inneren Wirklichkeit des Künstlers und Betrachters.  Dafür werden zwar von der Realität abgeleitete, aber über Zeichnungen und Skizzen weiter bearbeitete Kompositionen erarbeitet. Wichtig sind hierbei Licht, Farbe, Bildaufbau und Dramaturgie. Die Darstellung von Licht, die Entwicklung einer Farbwelt und der kompositorische Spannungsaufbau werden zentrale Elemente des Kurses sein.  Es geht darum, einen persönlichen Blick auf die Welt zu definieren, zu ergründen, woher das Interesse und die Vorliebe für bestimmte Dinge oder Szenerien rührt. Was deren Anziehung ausmacht. Eine Schnittmenge zu finden zwischen der Darstellung von Welt und dem reflektierten persönlichen Empfinden. Vor allem aber geht es um Malerei und um das Erarbeiten einer eigenen Formensprache.  Motive können vor Ort gesucht werden, aber auch das Mitbringen von Fotografien, Skizzen, und Entwürfen, die das persönliche Interesse geweckt haben, ist hilfreich für die Entwicklung von Bildmotiven.  Trotz einer Vorliebe für die Ölmalerei sind andere Maltechniken, wie Acryl- oder Temperamalerei, möglich.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Zeichenblock, verschieden weiche Bleistifte oder Zeichenkohle. Leinwände, Malpappen oder kräftige Papiere. Paletten oder Glasplatten oder beschichtete Pressspanplatten zum Farbe mischen. Mallappen (Stofflappen), verschiedene Pinsel, Ölfarben und Leinöl oder andere Farben je nach Vorliebe. Verschraubbare Gläser für Malmittel, Terpentinersatz zum Pinsel auswaschen (Ölmalerei). Für farbige Grundierungen sind günstige Dispersions-Abtönfarben, Weiss, Schwarz, Rot, Gelb, Blau sowie Pappteller zum Mischen gut geeignet.

Sid Gastl
1959 geboren in Nürnberg
Lebt und arbeitet in Berlin

Ausbildung
Akademie  der Bildenden Künste in Nürnberg

Lehre
seit 2008 Lehrbeauftragter für freies Zeichnen an der Universität der Künste, Berlin

sid-gastl.com


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Noch wenige Plätze frei!
Malerei

Hamburg

Katharina Duwe

Stadtmenschen
In diesem Kurs geht es darum einen typischen Moment des städtischen Lebens in Malerei umzusetzen. Dabei ist es zunächst wichtig durch Wahrnehmung und Analyse ein eigenes inneres 

Stadtmenschen
In diesem Kurs geht es darum einen typischen Moment des städtischen Lebens in Malerei umzusetzen. Dabei ist es zunächst wichtig durch Wahrnehmung und Analyse ein eigenes inneres Bild zu entwickeln: Ein Moment der Ruhe inmitten von Geschäftigkeit, die Selbstvergessenheit eines Telefonierenden zwischen Passanten, eine einzelne Figur beim Shoppen umgeben von der Warenflut, Schatteninseln im grellen Licht, der flüchtige Halt eines Radfahrers inmitten des Straßenverkehrs ... Als Vorarbeit für die Malerei können eigene Skizzen und Fotos, sowie Collagen oder Zeitungsausschnitte und Fotos aus dem Internet dienen. Im kreativen Prozess können verschiedene Hilfsmittel wie Kopierer oder Beamer eingesetzt und verschiedene Techniken ausprobiert werden. Für die Wahl der technischen Mittel und des Formats gibt es keine Begrenzungen. Die jeweiligen Arbeitsansätze werden in der Gruppe und im Einzelgespräch besprochen.

Kurssprache
Deutsch, Englisch, Französisch

Kursmaterial
Das übliche Malmaterial sollte mitgebracht werden. Weiteres wird ggf. vor Kursbeginn bekannt gegeben.

Katharina Duwe
1952 geboren in Großensee
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
1973-1977 Studium der Kunstgeschichte und Archäologie, Hamburg
1975-1983 Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Lehre
1986-2004 Lehraufträge an Kunsthochschulen in Hamburg und Kiel

katharina-duwe.de


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Ausgebucht!
Malerei

Köln

Heiner Blumenthal

Neue Wege, Neue Räume - Abstraktion und Experiment
Es geht in diesem Kurs um das Finden und Weiterentwickeln unserer eigenen malerischen Ansätze und Wünsche. Neue Wege zulassen, durch genaues Beobachten. Loslassen vom Gewohnten. 

Neue Wege, Neue Räume - Abstraktion und Experiment
Es geht in diesem Kurs um das Finden und Weiterentwickeln unserer eigenen malerischen Ansätze und Wünsche. Neue Wege zulassen, durch genaues Beobachten. Loslassen vom Gewohnten. Eigene Spielregeln erfinden, die eine größere Freiheit und Mut zum Experimentieren ermöglichen. Wir lernen, auf Wesentliches zu vereinfachen und uns von unserem Material, Farben und Linien überraschen und leiten zu lassen. So soll ein Dialog zwischen der Realität des Bildes und unserem Wollen entstehen. Wir beginnen gemeinsam, indem wir schnell skizzierend auf Gesehenes reagieren – Dinge die uns faszinieren, Menschen, Räume oder eigene Vorstellungen. Wir reduzieren sie auf Charakteristisches. Dabei entstehen Bildräume, Farbräume, lineare Geflechte, auch völlig losgelöst vom gegenständlichen Abbild. Ausprobieren und verwerfen, Abstand suchen und neu beginnen. Auch mal alles auf den Kopf stellen, weglassen und verdichten – das Bild, das dabei entsteht, besser verstehen lernen. Es zeigt uns neue Wege. Wir sehen, was wir finden, wir finden, was wir sehen. Zufälle treten auf und wir beginnen das Gewollte und das Gefundene in Verbindung zu setzen. Bewusster und einfacher zu handeln. Das Bild ist der Ort des Geschehens. Eigenständiges Arbeiten ergänzen Gruppen-und Einzelgespräche. Zu Beginn stehen gemeinsame Aufgaben, dann folgen Anregungen zur eigenständigen Suche.


Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Papier, kleine bis sehr große Formate. Blöcke, Bögen, Rollen. Bleistift, Kohle, Kreide, Farbstifte, verschiedene Pinsel, Schwämme, Pappteller als Paletten, verschraubbare Gläser für Farben. Abtönfarben: weiß, schwarz, gelb, rot, blau. Tusche, andere Farben, Cutter, Nass-Klebeband, Tesakrepp und was einem gefällt.

Heiner Blumenthal
1956 geboren in Idas-Oberstein, Deutschland
Lebt und arbeitet in Köln

Ausbildung
1978-81 Hochschule der Künste Berlin (Fred Thieler, Walter Stöhrer)
1981-87 Hochschule für bildende Künste Hamburg (F.E.Walther)

Lehre
2013 Gastprofessur Pentiment
2014 HfK Bremen

www.heinerblumenthal.de


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Zeichnen

Hamburg

Peter BOUÉ

Zufluchtsorte
Es geht um das Zeichnen in ungewöhnlicher Umgebung. Was sind Zufluchtsorte? Es sind jene Plätze oder Räume, die zur Ruhe und Zurückgezogenheit aufgesucht werden, drinnen oder

Zufluchtsorte
Es geht um das Zeichnen in ungewöhnlicher Umgebung. Was sind Zufluchtsorte? Es sind jene Plätze oder Räume, die zur Ruhe und Zurückgezogenheit aufgesucht werden, drinnen oder draussen. Unter ihnen gibt es eine Vielzahl unbestimmter Gegenden, die nur individuell gefunden werden können. Darauf zielt die Idee des Kurses ab: der »Zufluchtsort« ist eine gedankliche Konstruktion und betrifft alles, was mit der Entfernung von Alltäglichem und der fiktiven oder realen Flucht vor einer Sache oder vor Menschen zu tun hat. Genährt wird die Arbeit der Teilnehmer von ihrer Fantasie, der Einfühlung in den jeweiligen Ort und der Realisierung eigener Vorstellungen von Flucht, Rückzug oder Schutz. Die Orte, die wir im Kurs aufsuchen, sind Beispiele, um sich auf die Thematik einzulassen. Sie bieten Anlass, weitere Orte gemeinsam auszusuchen – ein »work in progress« mit ungewissem Ausgang. Der Kurs wird sich also überwiegend auf Exkursionen begeben, um an unterschiedlichen Orten zu arbeiten. Zudem gibt es Museumsbesuche, kurze theoretische Blöcke zu Techniken und Positionen anderer Künstler. Im Atelier können größere Bilder entstehen, die auf kleineren Arbeiten aus den Exkursionen basieren. Der Kurs richtet sich an Anfänger wie Erfahrene. Wichtig ist die Bereitschaft, neben der inhaltlichen Beweglichkeit möglichst flexibel mit den Anfahrten zum jeweiligen Ort zu sein.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Papier, weiche Bleistifte, Graphit, Zeichenkohle (Reisskohle), Kohlestifte, Zeichenkreide, Fettkreide, Tusche und Pinsel, auch Farben sind möglich. Wichtig ist auch die Kamera zum Fotografieren von Situationen.

Peter Boué
1957 geboren in Hamburg
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
Universität Hamburg, Literatur- und Kunstwissenschaften

Lehre
2011 – 2014 Zeichenkurse an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg

peter-boue.de


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zeichnen

Hamburg

Eiko Borcherding

Prozesse zur Bildfindung
Aus unterschiedlichen Bildvorlagen wie Fotos, Zeitungen, Büchern, oder realen Gegenständen erschaffen wir in der Zeichnung eigene neue Motivwelten. Dabei gilt es, die richtige

Prozesse zur Bildfindung
Aus unterschiedlichen Bildvorlagen wie Fotos, Zeitungen, Büchern, oder realen Gegenständen erschaffen wir in der Zeichnung eigene neue Motivwelten. Dabei gilt es, die richtige Technik und das richtige Format für die Arbeit zu finden. Voraussetzung sind Grundkenntnisse im Zeichnen und die Bereitschaft zum selbständigen Arbeiten. 

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Wir können alles benutzen, was sich zum Zeichnen eignet: Bleistifte, Farbstifte, Kugelschreiber, Kohle, Feder, Filzstifte, Marker, Aquarell, verschiedene Papiere sowie Vorlagen wie Fotos, Zeitungsausschnitte, etc. Interessante Gegenstände sind von den Kursteilnehmern nach Belieben mitzubringen.

Eiko Borcherding
Geboren 1977 in Aurich
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
2003-2006 Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg

Lehre
2011-14 Lehrauftrag für Zeichnen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
2014 Lehrauftrag für Zeichnen an der Muthesius Kunsthochschule Kiel

www.eikoborcherding.de


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Collage

Berlin

Eckardt Sauer

Das Spiel mit Farbe und Form
Oder: wie man bewusst gute Vorraussetzungen für Zufallsergebnisse schaffen kann. Schon viel zu lange hatte ich in meinem Studio an einem Bild gearbeitet. Unzufrieden zerriss ich

Das Spiel mit Farbe und Form
Oder: wie man bewusst gute Vorraussetzungen für Zufallsergebnisse schaffen kann. Schon viel zu lange hatte ich in meinem Studio an einem Bild gearbeitet. Unzufrieden zerriss ich schließlich das Blatt und lies die Schnipsel auf den Boden fallen. Als mein Blick nach einiger Zeit zufällig auf die auf dem Boden liegenden Papiere fiel, traute ich meinen Augen nicht. Sie besaßen einen Ausdruck, nach dem ich lange gesucht hatte. Wie absolut richtig sie dort lagen, wie ausdrucksvoll, wie perfekt! Danach zu greifen, geschweige denn sie für mich zu beanspruchen, wagte ich nicht. Staunend zog ich die Hand zurück und klebte dann ganz schnell alles in genau dieser Ordnung auf. Wir beschäftigen uns in dem Kurs mit vielen verschiedenen Kompositionsaufgaben und Übungen. Diese laden dazu ein, mit verschiedenen Materialien zu arbeiten. Wir experimentieren, sammeln und  sichten, wählen aus, kombinieren neue Positionen, verwerfen diese wieder und schaffen mit diesem Prozess bewusst einen Raum für den Zufall, der uns möglicherweise in eine neue bildnerische Welt katapultiert, mit der wir vielleicht nicht gerechnet hätten.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Für die Arbeit mit Collagen ist ein guter Fundus wichtig. Ein voller und gut angefütterter »Angelteich« mit vielen unterschiedlichem Materialen! Ab jetzt bis zum Pentiment-Kurs bitte alles, was in Frage kommen könnte, sammeln und mitbringen! Zeitungs- oder Zeitschriften-Papier, alte Fotos, bunte Tonpapiere, Leinwand oder Pappe... Formate von klein bis groß. Schere, Klebstoff, Cutter Schneidelineale, Schneidematte Minimum DIN A3. Unterschiedliche Stifte, Bunt- und Bleistifte, Filzstifte… Malfarben und Pinsel in vielen Größen, um nur einiges zu nennen. Es gibt die Möglichkeit, mit Papiercollage, Textcollage, Fotocollage, Décollage, Assemblage, Grafikcollage, Textilcollage, Materialbild, Montage und Objet trouvé zu arbeiten.

Eckardt Sauer
1966 geboren in Göttingen
Lebt und arbeitet in Berlin

Ausbildung
1989-1994 Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
 1994-1998 Hochschule für bildende Künste Hamburg
          
Lehre
2008 Lehrauftrag Danish Design School, Kopenhagen
2009 Sommerakademie Pentiment, Hamburg

2010 Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle

eckardtsauer.de


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Illustration

Hamburg

Jutta Bauer

Bin ich schön? Observing myself
Wir versuchen, Statements oder Fragen an uns selbst (an das Leben, die Welt, den Kosmos, Gott oder wen auch immer) zu formulieren. Wir können sie ernsthaft, spielerisch, komisch und 

Bin ich schön? Observing myself
Wir versuchen, Statements oder Fragen an uns selbst (an das Leben, die Welt, den Kosmos, Gott oder wen auch immer) zu formulieren. Wir können sie ernsthaft, spielerisch, komisch und absurd illustrieren. Jedenfalls geht es darum, eine Spannung zwischen Frage/Statement und Bild herzustellen. Einfach und essenziell zu sein in Text und Bild, und ehrliche Erfindungen zu machen. Wir spielen und  probieren viel, das weite Feld zwischen selbstvergessenem und reflektierendem Zeichnen erkundend. Durch Betrachten und  Besprechen versuchen wir aus der Fülle des Materials zu wählen, was Qualität hat. Wir vereinfachen, um das Berührende und Wesentliche herauszuarbeiten. Vermieden werden soll angestrengt karikaturistische Originalität oder Witzigkeit. Wenn es trotzdem komisch ist, um so besser. Am Ende des Kurses wäre es schön, ein kleines Heft, Leporello, Kartensammlung oder Plakat zu erstellen.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Papier von A5 bis A4 oder auch größer. Blanco Postkarten, Bleistifte, Pitt–Stifte oil based, Buntstifte, Lieblingspinsel und -stifte, bestenfalls Kalligrafiefüller (Pentel Brush Pen). Spitzer, Radiergummi, Scriptol oder andere wasserfeste Zeichentusche, Federn. Wasserfarben (oder andere, die die Teilnehmer wichtig finden). Wassergläser, Lappen, diverse (mindestens einen) dicken Aquarell-Pinsel. Schere, Cutter, Klebestifte, Laptop.

Jutta Bauer
1955 geboren in Hamburg
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
Hamburger Fachhochschule für Gestaltung

Lehre
Bauhaus-Universität Weimar
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

http://jutta-bauer.info/

de.wikipedia.org/wiki/Jutta_Bauer


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Noch Plätze frei!
Fotografie

Hamburg

Irina Ruppert

Inszenierte Portraits – das Gemälde als Inspiration
Die Darstellung der menschlichen Figur gehört zu den ältesten Motiven der Geschichte der Malerei. Portraits hatten unterschiedliche Funktionen, die wesentlich von ihren     

Inszenierte Portraits – das Gemälde als Inspiration
Die Darstellung der menschlichen Figur gehört zu den ältesten Motiven der Geschichte der Malerei. Portraits hatten unterschiedliche Funktionen, die wesentlich von ihren Gebrauchskontexten abhingen. Sie sind mit der Erinnerung an einen individuellen Menschen verbunden, der durch seinen sozialen Rang, seine Persönlichkeit oder seine besonderen Taten bildniswürdig war. In der Regel waren es Auftragsarbeiten von Herrschern, die sich der Dienste ihrer Hofmaler bedienten und sich oft mit Symbolen, verschlüsselten Hinweisen und geheimen Botschaften darstellen ließen. In dem Workshop werden wir die Besonderheit des Portraits anhand der Werke bekannter Gemäldemaler analysieren und in eigene Inszenierungen umsetzen. Dabei wird für die Portraitierten ein Raum geschaffen, in dem Requisiten, Kleidung und Licht arrangiert werden. Sowohl die Persönlichkeit als auch die Symbolik sollen herausgearbeitet, die Szenerien mit Gebrauchsgegenständen zu eigenen Themen ergänzt werden. Es können Portraits mit Personen von der Straße entstehen oder Symbolbilder mit Botschaften wie etwa zum Thema Umwelt. In praktischen Übungen entwickeln wir am Anfang für jeden Kursteilnehmer eine individuelle Bildsprache. Am Ende eines jeden Kurstages präsentieren die Teilnehmer ihre entstandenen Fotografien, die wir gemeinsam besprechen. Darüber hinaus nähern wir uns dem Thema mit Vorträgen und besuchen ein Museum und Fundus, in denen man Requisiten ausleihen kann.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Je nach Arbeitsweise: Kamera, Stative, Laptop, Requisiten. Hintergrundstoffe und Papier werden in kleiner Menge organisiert (schwarzer Molton, Tapeten, Fotohintergrundpapier). Individuelle Hintergründe bitte selbst mitbringen. Je nach Teilnehmerzahl fällt ein Unkostenbeitrag für die Museumsführung an. Requisitenausleihkosten trägt jeder Teilnehmer selbst.

Irina Ruppert
1968 geboren in Aktjubinsk, Kasachstan.
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (Ute Mahler)

irinaruppert.de


23.7.-6.8. / 2 Wochen /
€ 680 (reduziert € 530)
Noch Plätze frei!
Text-Bild-Collage

Hamburg

Tilman Knop

Die Worte, die fehlen – Text zu Bild, Objekt zum Wort
Worte ohne Motive kennen wir. Bilder ohne Texte oder unbeschriftete Objekte auch. Wir setzen da an, wo wir sie aufeinander los lassen und Bezüge zueinander zerren. Es dürfen 

Die Worte, die fehlen – Text zu Bild, Objekt zum Wort
Worte ohne Motive kennen wir. Bilder ohne Texte oder unbeschriftete Objekte auch. Wir setzen da an, wo wir sie aufeinander los lassen und Bezüge zueinander zerren. Es dürfen Bild-Text-Objekt-Wort-Kombinationen bis aufs Abwegigste ausgereizt werden. Anpusten und auszünden. Es kann gezeichnet, gemalt, collagiert, gestempelt, herum gesponnen, geschnitten, gesampelt, geknetet, gebastelt, gebaut werden. Experimentierfreude ist gefragt. Auch wenn wir das Formale dem Inhalt unterordnen. Es darf grotesk werden. Wenn es sein muss, auch absurd. Kommt eine Karikatur dabei heraus, eine Art Plakat, ein Gemälde mit unvermeidlichem Schriftzug oder ein Besenstiel mit einem Preisschild? Oder braucht es am Ende gar keinen Text, weil Gegenstand oder Bild bereits eine Sprache sprechen? Vielleicht sogar eine, die wir verstehen? Ein Fuß, ein Tritt, ein Hintern und schon gerät alles in ungeahnte Turbulenzen. Nicht zu vergessen, zwischendurch aus dem Fenster zu sehen, oder ins Internet, oder in den Spiegel. Trotzdem pulen wir uns die Ideen am besten nicht aus dem Bauchnabel. Schließlich sind wir dem Ernst des Lebens auf der Spur. Oder wie hören wir von Ringelnatz: »Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt«. Ein Kurs für Wortbilder – für diejenigen, die Sprache als Teil visueller Werke gebrauchen können – für welche, die ihrem »Ohne Titel« einen Namen verpassen möchten und für Grafiker, die keine Slogans mögen.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Die Teilnehmer bringen ihr bevorzugtes Material und Arbeitsmittel selbst mit. Über Einzelheiten und die gewünschten Projekte verständigen wir uns zu Beginn des Kurses.

Tilman Knop
1965 geboren in Hamburg

Ausbildung
Studium der Malerei und Grafik an der Fachhochschule für Gestaltung, Hamburg

Lehre
2006  Lehrauftrag Siebdruck, Hochschule für bildende Künste, Hamburg

tilman-knop.de


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Noch Plätze frei!
Bildhauerei

Hamburg

Johannes Speder

Die Kunst der verlorenen Form
Ziel des zweiwöchigen Kurses ist es, mit Hilfe der Technik des Wachsausschmelzverfahrens, eine Bronzeskulptur zu erschaffen. Geplant ist folgender Ablauf: Am Anfang erfolgt eine Einführung

Die Kunst der verlorenen Form
Ziel des zweiwöchigen Kurses ist es, mit Hilfe der Technik des Wachsausschmelzverfahrens, eine Bronzeskulptur zu erschaffen. Geplant ist folgender Ablauf: Am Anfang erfolgt eine Einführung in die Technik des Bronzegusses durch Michael Wittkamp in der Bildgießerei Wittkamp in Elmenhorst. In den folgenden drei Tagen erstellen wir in der Hochschule Wachsmodelle in der Größe von ca. 20 Zentimetern, figürlich oder abstrakt, nach eigenen Entwürfen und Skizzen. Die Teilnehmer haben dann die Möglichkeit, ein Wachsmodell in Bronze umzusetzen. Diese Modelle werden von uns in der Giesserei mit dem sogenannten Gussbaum aus Wachs versehen und eingeformt. Wir arbeiten in der Technik der verlorenen Form, das heißt die Form, die von uns erstellt wird, geht bei dem Gussvorgang verloren. Wir erhalten so eine Bronze, die einmalig ist. Nachdem das Wachs über das Wochenende ausgeschmolzen wurde, werden wir am Dienstag beim eigentlichen Bronzeguss dabei sein. Nach Entformung der Bronze werden wir in der Ziselierabteilung der Gießerei die Bronze vom sogenannten Gussbaum befreien. Unter Anleitung des Ziseleurs werden wir die Bronze ziselieren und patinieren. Die von uns geschaffenen Originalbronzen werden auf der Abschlussausstellung präsentiert. Anforderungen: Technische Aufgeschlossenheit.

Kurssprache 
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Eisenspachtel, Holzspachtel, scharfes Küchenmesser. Für das Material und für die fachkundige Unterstützung und die hohen Energiekosten der Bildgießerei Wittkamp entsteht eine zusätzliche Kostenpauschale von € 190.

Johannes Speder 
Geboren 1965 in Bonn
Lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin

Ausbildung
1989 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien (Alfred Hrdlicka)

1994-1998 Akademie der bildenden Künste, Wien (Michelangelo Pistoletto) 

galerie-borchardt.de/Kuenstler/speder.htm


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Noch Plätze frei!
Druckgrafik

Tilburg

walter kerkhofs

Druckgrafik für Einsteiger und Erfahrene
Die älteste klassische handwerkliche Drucktechnik der Welt ist Hochdruck (Holzschnitt, Linolschnitt, u.a.). Sie ermöglicht uns zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten. Alles, was man stempeln 

Druckgrafik für Einsteiger und Erfahrene
Die älteste klassische handwerkliche Drucktechnik der Welt ist Hochdruck (Holzschnitt, Linolschnitt, u.a.). Sie ermöglicht uns zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten. Alles, was man stempeln oder mit Farbe einwalzen kann, hat mit unserer Drucktechnik zu tun, dazu sehen wir uns verschiedene Beispiele an. Dann zeichnen wir unsere Ideen und fertigen für den Druck geeignete Vorlagen an. Wir drucken in Schwarz-Weiss oder farbig, einzelne Unikate oder kleine Auflagen. Alle Probleme, mit denen wir uns unterwegs konfrontiert sehen, technisch oder inhaltlich, lösen wir gemeinsam professionell und experimentell innerhalb der Drucktechnik. Wir lassen und davon überraschen, was wir auf diesem kreativen Weg finden. »Das geht nicht!« gibt es nicht. Jeder arbeitet zu einem Thema seiner Wahl. In zwei Wochen können wir viel schaffen!

Kurssprache
Deutsch, Englisch, Holländisch

Kursmaterial
Linolschnittwerkzeug, Zeichenmaterial. Das restl. Material wird vom Kursleiter gestellt und ggf. über Umlage abgerechnet.

Walter Kerkhofs
geboren 1944 in Reusel/Holland
Lebt und arbeitet in Tilburg und Hamburg

Ausbildung
Kunstschulen in Tilburg/Rotterdam und Pozen, Polen

Lehre
seit 1989 Dozent für Druckgrafik, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg
2004-2016 mehrfach Dozent an der Sommerakademie Pentiment, Hamburg

www.walterkerkhofs.nl


23.7.-6.8. / 2 Wochen / € 680 (reduziert € 530)
Noch Plätze frei!
modedesign

Hamburg

Lara Krude

GESTALTENWANDLER – Form – Dekonstruktion – Material
Zu Beginn des Kurses begeben wir uns auf die Suche nach Formen, die wir sonst nicht wahrnehmen. Welche interessanten Alltagsgegenstände umgeben uns? Fällt unser Blick auf eine

GESTALTENWANDLER – Form – Dekonstruktion – Material
Zu Beginn des Kurses begeben wir uns auf die Suche nach Formen, die wir sonst nicht wahrnehmen. Welche interessanten Alltagsgegenstände umgeben uns? Fällt unser Blick auf eine Espressokanne, eine Lampe oder einen Kerzenständer? Mit Hilfe von Papier und Nessel erforschen die Teilnehmer ihr ausgewähltes Objekt, zerlegen es und übertragen die Form in eine textile und von Nähten durchzogene Kopie des Originals. Gemeinsam finden wir für unser neues Objekt die richtige Größe sowie den passenden Platz am Körper. Wird die Lampe zu einem Ärmel? Die Espressokanne zu einem Kleid und der Kerzenständer zu einer Jacke? Anschließend finden die Teilnehmer durch verschiedene Materialexperimente die richtige Stofflichkeit für ihre Form. Erfordert sie eine stützende Materialität wie sie mithilfe von Silikon oder Latex erreicht werden kann? Oder bringt ein fließendes Material die entwickelte Form viel besser zur Geltung? Der Kurs richtet sich an alle, die bereits Erfahrung in Schnittentwicklung und Nähen gesammelt haben. Verschiedene Level der Erfahrung sind aber herzlich willkommen. Fortgeschrittene Teilnehmer könnten beispielsweise während des Kurses eine "Formbibliothek" beruhend auf ihrem gewählten Gegenstand entwickeln, die zur Grundlage einer Kollektion werden kann. Des weiteren besteht die Möglichkeit, die Idee der Dekonstruktion und Formfindung auf vorhandene Kleidungsstücke (z.B. Mäntel aus dem Second Hand Bereich) zu übertragen und daraus ein Gestaltungsprinzip zu entwickeln.

Kurssprache
Deutsch, Englisch, Italienisch

Kursmaterial
Stoffschere, kleine Stickschere, Massband, Handnähnadeln, Reihgarn, Stecknadeln (Metall, ohne Glaskopf), Papierschere, Kreppklebeband, Bleistifte, Filzstifte (z.B. dicke Stabilos), grosses Geodreieck, Kurvenlineal. Es kann außerdem voraussichtlich eine größere Menge Nesselstoff für alle Teilnehmenden von Pentiment besorgt und dann über Umlage im Kurs bezahlt werden.

Lara Krude
1987 geboren in Essen
Lebt und arbeitet in Hamburg und Mailand

seit Juli 2016
Menswear Designer bei Ports 1961, Mailand

Ausbildung
2013-2015
Master of Arts, Modedesign
Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg
2010-2013
Bachelor of Arts, Modedesign
HAW - Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg
2007-2009
Ausbildung zur bekleidungstechnischen Assistentin,
Bernd-Blindow-Schule, Leipzig

Lehre
2014- 2016
Lehrbeauftragte für Schnittentwicklung und
Modellieren an der Hochschule für
angewandte Wissenschaften, Hamburg
2015
Dozentin beim internationalen Kunsfestival
»6. KunstFestSpiele Herrenhausen«, Modedesign

larakrude.com


23.7.-6.8. / 2 Wochen / 480,-
(keine Ermäßigung)
Noch Plätze frei!
Mappenkurs

Hamburg

Thorsten Tenberken

Transformationen (Ein experimenteller Mappenkurs)
In diesem Kurs wird gezeichnet, gemalt, collagiert, gebaut, arrangiert, fotografiert, mit Modell gearbeitet und gefilmt. Die Teilnehmer lernen sowohl den Umgang mit verschiedenen

Transformationen (Ein experimenteller Mappenkurs)
In diesem Kurs wird gezeichnet, gemalt, collagiert, gebaut, arrangiert, fotografiert, mit Modell gearbeitet und gefilmt. Die Teilnehmer lernen sowohl den Umgang mit verschiedenen Techniken und Medien, als auch unterschiedliche künstlerische Arbeitsstrategien kennen, um so ihre eigenen Ausdrucksformen zu entwickeln und individuelle Ergebnisse für eine Bewerbungsmappe zu erzielen. Bilder, Motive und Objekte werden dabei gezielt einem künstlerischen Transformationsprozess unterworfen, so dass neue Ausdrucksformen entstehen. Es können z. B. zufällig zusammengestellte Gebrauchsgegenstände zu Objekten verarbeitet und später wiederum für Fotos arrangiert werden. Oder bestehende Bildvorlagen werden interpretiert und mit unterschiedlichen Materialien und Objekten nachgestellt, um anschließend wieder zu Bildern in Form von Malerei oder Fotos verarbeitet zu werden. Der Kurs versteht sich als experimenteller Grundlagenkurs, bei dem die Teilnehmer ihre individuellen Möglichkeiten ausloten und Arbeiten für eine Bewerbungsmappe zusammenstellen können.

Kurssprache
Deutsch, Englisch

Kursmaterial
Pinsel, Acrylfarben, Papier (190 g/qm, Din A1), Pappe, Bleistifte, Kreiden, Tusche und Pinsel, Kleber, Schere, Fotoapparat (oder Handykamera). Eine Liste weiterer Materialien wird zeitnah bekannt gegeben.

Thorsten Tenberken
1966 in Duisburg
Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausbildung
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Lehre
Muthesius Hochschule Kiel
Bildkunst Hamburg
Kanthari Campus, Indien

ttenberken.de

FALTBLATT 2017

Faltblatt als PDF-Download.

RÜCKBLICK 2016